28.02.2026 Ganghoferlauf

28.02.2026 Ganghoferlauf

Am 28.02.2026 nahm Joachim Hainz vom RSV Hachinger Tal, der für das Medius Schachenmeier Bike Base Team am Start war, am 59. Ganghoferlauf in der Leutasch über die 24 km Strecke im klassischen Stil teil. Die Runde wird vom Veranstalter ob der „knackigen Anstiege“ gepriesen und mit 265 Höhenmetern angegeben. Nach der Runde bestätigte der Körper jene „Knackigkeit“, während die Sportuhr sogar 370 Höhenmeter anzeigte.
Bei der diesjährigen Marcialonga im Januar hatte Joachim zum ersten Mal versucht, ein Klassikrennen ohne Steigwachs – also ausschließlich in der Doppelstocktechnik – zu bestreiten und musste aufgrund der widrigen Wetterbedingungen nach 45 km stark unterkühlt aufgeben. Dementsprechend stand er mit gemischten Gefühlen an der Startlinie zum nächsten Versuch des „Durchschiebens“. Bei Sonnenschein und +4°C herrschten aber für die ca. 400 Langläuferinnen und Langläufer auf den Klassikstrecken über 24 km und 47 km optimale Bedingungen in der Leutasch.
Nachdem Joachim die ersten beiden hektischen weil flachen Kilometer nach dem Start ohne Stockbruch überstanden hatte, ging es in die erste längere Steigung, die er zur eigenen Überraschung, ohne zwischendurch den Grätschschritt einlegen zu müssen, meisterte. In der darauffolgenden Abfahrt wählte Joachim dann eine sehr ungünstige Stelle aus, um die Beschaffenheit des Schnees mit der Hüfte zu testen: in der Senke vor dem nächsten Hügel flitzen viele vorbei, die vorher mühsam bergauf überholt worden waren. Wieder auf den Skiern ging es weiter, um verlorene Meter aufzuholen. Der Ski lief gut und das auch in den Passagen, in denen die Sonne die zu Beginn harte Spur bereits aufgeweicht hatte. In der Abfahrt nach dem zweiten Anstieg nach ca. 12 km verzichtete Joachim darauf, die veränderten Bedingungen mit dem eigenen Körper zu testen und er ließ Vorsicht walten. Kurz vor dem dritten und letzten längeren Anstieg zum Mundenknie konnte er den Kontakt zu einer größeren Gruppe herstellen. Bei allen war die bisherige Anstrengung zu erkennen und – von außen betrachtet – hätte man im steiler werdenden Terrain Stehversuche vermuten können. Nach dem Erreichen des höchsten Punktes ging es in eine nicht ungefährliche Abfahrt, an deren Ende ein scharfe 90°-Kurve immer wieder zu Stürzen führt. Joachim beließ es bei einem Sturz und versuchte auf den letzten flachen Kilometern noch weiter Boden gut zu machen. Er erreichte nach 24 km in einer Zeit von 1:21:32 h als 29. bei den Herren das Ziel und verpasste leider den 3. Platz in der Altersklasse um eine Sekunde (Durchschnittsgeschwindigkeit 17,66 km/h). Der Sieger über die 24 km-Strecke, Christian Winkler vom Terrex XC Ski Team, erreichte das Ziel in 1:00:25 h, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von fast 24 km/h entspricht.