In diesem Jahr waren mit Joachim Hainz (für Team MSBB am Start) und Tom Vieweg sogar zwei RSVler beim legendären „Ötzi“ dabei.
Nachdem Joachim vor fünf Jahren wegen eines Radunfalls zwei Wochen vor dem Ötztaler nicht teilnehmen konnte, hatte er eigentlich mit dem Thema “einmal im Leben am Ötztaler Radmarathon teilnehmen” abgeschlossen. Der nicht übertragbare Startplatz in diesem Jahr war dann nochmal eine Möglichkeit, diese Herausforderung anzugehen. Bei optimalen Wetterbedingungen ging Joachims Plan, sich bis zum Fuße des Timmelsjochs zurückzuhalten, um dann die restlichen “Körner” zu investieren, voll auf. Er erreichte das Ziel in 8:34:33 h als 519. und belegte in der Altersklasse den 47. Rang.
Tom ging mit einer ähnlichen Taktik ins Rennen und hielt sich bis St. Leonhard konsequent zurück. Seine Pace war auf eine Zielzeit von 10:15 h ausgerichtet – und bis dahin lag er damit exakt im Plan. Ein technischer Defekt stoppte ihn jedoch unerwartet und kostete wertvolle Zeit. Dank des hervorragenden Service vor Ort konnte Tom das Rennen ab Schönau wieder aufnehmen und die letzten Kilometer in Angriff nehmen. Die angepeilte Zielzeit war damit zwar nicht mehr zu erreichen, doch umso größer war die Erleichterung, das Rennen überhaupt wieder fortsetzen und schließlich sicher ins Ziel bringen zu können (am Ende in offiziellen 12:10:06 h). Mit einem Augenzwinkern stellte Tom fest, dass er durch die zusätzlichen Minuten den Ötztaler einfach noch ein wenig länger genießen durfte.
Ob der Ötzi damit gleich zur großen Liebe wird, sei einmal dahingestellt. Begeistert zeigte sich Tom von der perfekten Organisation und der einzigartigen Begeisterung entlang der Strecke. Der Ötzi ist eben mehr als nur ein Radmarathon – es ist der “Mythos Ötztaler”!