05.07.2026 Maratona dles Dolomites

Andreas Seidl war für den RSV wieder am „Dolo“ am Start. Hier sein Bericht:

Beim diesjährigen Maratona dles Dolomites (“Dolo”) konnte ich fast unter perfekten Voraussetzungen und Bedingungen teilnehmen. Die Vorbereitung war optimal, gut getaktete Trainingseinheiten und -perioden in Sizilien, Mallorca und in den Alpen bei gutem Wetter und ausnahmsweise auch mal keine Erkältungen im Vorfeld. Am Marathon-Tag war das Wetter auch perfekt: sonnig, kein Regen oder Gewittergefahr, aber ein eher etwas kühler Tag mit am Start um 06:30 nur 8 °C. Dies hatte aber den Vorteil, dass es am späten Vormittag am steilen und nach Süden ausgerichteten Passo Giao nicht zu heiß war. Die Umrundung des Sella mit Campolongo, Pordoijoch, Sellajoch und Grödner Joch lief optimal. Es gab keine Staus, so dass ich die nur durschnittlich 6% steilen Pässe ungehindert und energiegeladen erklimmen konnte. Die Abfahrt vom Pordoi ist endlich fast komplett neugeteert (keine heftigen Schlaglöcher und Längsrillen mehr, wie in den vergangenen Jahren), so dass ich es hier richtig laufen lassen konnte. Der zweite Antstieg zum Campolongo lief noch genauso gut wie der erste. Die lange Abfahrt Richtung Cortina d’Ampezzo lief für meine Verhältnisse zügig. Hilfreich war, dass es hier ein passendes Gruppetto gab. Der steile Anstieg zum Giao bewältigte ich dieses Jahr ebenfalls gut, so dass ich Hoffnung hatte eine gute Zeit zu erreichen. Bein Aufstieg zum Falzarego und Valparaiso konnte ich sehr viele Fahrer überholen, da ich aufgrund eines gezielten Stoffwechseltrainings noch genug Energiereservern hatte. Die Abfahrt nach Alta Badia lief dieses Jahr ohne Hindernisse, da die Baustellen fertiggestellt wurden. Am Ende erreichte ich dann das Ziel in Corvara in 6 Stunden 54 min. 15 Minuten schneller als im vergangenen Jahr und das persönliche Ziel (weniger als 7 Stunden) konnte ich erreichen. Ich konnte in meiner Altersklasse den 100. Platz erreichen und wurde von allen ca. 9000 Startern der 1143.  Fazit: Wie immer eine perfekt organisierte Veranstaltung in der grandiosen Kulisse der Dolomiten bei perfektem Wetter. Vincenzo Nibali war auch dabei, ich konnte ihn allerdings nicht entdecken. Der einzige negative Punkt: Es ist schwierig einen Startplatz zu bekommen. Aber vielleicht sind nächstes Jahr trotzdem mehr von uns dabei.