06.07.2025 Maratona dles Dolomites
Unser Andreas Seidl war auch in 2025 wieder bei seinem Lieblingsrennen, dem “Dolo”, am Start. Hier sein Bericht:
Für den Maratona dles Dolomites (Dolo) war auch dieses Jahr wieder durchwachsenes Wetter angesagt. Schon am Vortag gab es am Nachmittag heftige Regenschauer und Gewitter. Am Morgen des Marathons war es dann beim Start um 06:30 aber sonnig und mit 12 °C auch nicht zu frisch. Erst gegen Mittag zogen Wolken auf und wie vom Veranstalter vorhergesagt sollten ab 13:00 Gewitter und Regenschauer durchziehen.
Die ersten 55 km um das Sella-Massiv herum liefen recht flüssig und es war wie immer ein Genuss die recht flachen Pässe mit 6-7% vor grandioser Dolomiten-Kulisse zu erklimmen. Nur ab und zu war es noch etwas eng bei fast 10000 Teilnehmern. Es kam aber zu keinen größeren Staus. Die Abfahrt vom Pordoijoch ist inzwischen aufgrund der schwierigen Straßenverhältnisse (Spalten, Rillen, Schlaglöcher) nur mit äußerster Vorsicht möglich. Das Grödnerjoch ist hingegen inzwischen aber fast vollständig frisch geteert. Nach der zweiten Auffahrt zum Campolongo kam die einzige lange Abfahrt nach Osten. Leider hatte ich dieses Jahr kein passendes Gruppetto gefunden – entweder zu schnell oder zu langsam – so dass ich dieses Stück weitgehend alleine bestritt. Bei der Abzweigung zum Falzarego (mittlere Runde) war das Wetter noch gut, so dass ich mich entschloss, die lange Runde zu fahren. Der krönende Abschluß war dann wieder der Passo Giau mit im Schnitt 10 %. Bei der letzten Auffahrt zum Falzarego/Passo Valparola zogen dann dunkle Wolken auf. Das Gewittergrollen hat mich noch stärker motiviert, möglichst schnell den letzten Paß zu überwinden, was dann auch geklappt hat – ich bin trocken geblieben. Die Abfahrt vom Valparola war dann allerdings über weite Strecken eine Baustelle (einspurig, eng, mit schlechtem Straßenbelag). Üblicherweise kann man es hier richtig laufen lassen, da es kaum Kehren gibt. Das war aber dieses Jahr nicht möglich. Im Alta-Badia-Tal waren die Straßen dann total nass, da kurz voher ein heftiger Regenschauer durchgezogen war, ich kam aber nur mit Nässe von unten einigermaßen trocken und v.a. sicher ins Ziel in Corvara. Mit 7 Stunden 11 Minuten, habe ich zwar mein selbstgestecktes Ziel von weniger als 7 Stunden nicht erreicht, bin aber immerhin 148. in meiner Altersklasse geworden. Unter den gegebenen Umständen – teilweise schlechte Strassenverhältnisse und eine noch nicht ganz ausgestandene Erkältung – bin ich zufrieden. Und, man wird ja auch nicht jünger.
Fazit: Wie immer perfekt organisierter und sehr empfehlenswerter Radmarathon vor beeindruckender Kulisse und mit toller Stimmung. Das Wetter war am Ende auch ideal: Nicht zu warm und nicht zu kalt.




